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Allgemeine Begriffe der Akustik

Allgemeine Akustik- Begriffe

A-Bewertung
(korrekt A-Frequenz- Bewertung). Die Frequenzbewertung eines Schallpegelmessers, mit der dieser an das Verhalten des menschlichen Ohres angepasst wird. Sie ist in verschiedenen internationalen Standards definiert, das gilt für die veraltete IEC 60651 und die gültige IEC 61672. Jeder Schallpegelmesser, der zugelassen ist, muss mindestens ein Filter für A-Bewertung haben.

Absorption
In der Akustik bedeutet es, dass Schallenergie in Wärme verwandelt wird. Die Schallwelle trifft auf eine Oberfläche, wo sie nicht vollständig reflektiert wird, sondern ein Teil im Material in Wärme umgewandelt wird.

Absorptionskoeffizient
Der Teil der Schallenergie, der an einer Oberfläche absorbiert wird. Der Wert liegt zwischen 0 und 1 und hängt ab von der Frequenz, dem Material und dem Einfallswinkel des Schalls. Eine vollständige Absorption hat den Faktor 1

Akustik
Die Wissenschaft vom Schall.

ANSI
The American National Standards Institute. Die USA- Standards, welche hier festgelegt werden, weichen
teilweise deutlich von den IEC Standards ab. ANSI Standards können auf der Website http://webstore.ansi.org on- line erworben werden.

Audio Spektrum
Der Frequenz- Bereich eines akustischen Signals, der vom menschlichen Ohr empfangen wird. Er beträgt üblicher Weise 20 Hz bis 20 kHz, aber es werden auch andere Bereiche angegeben. Für das Gebiet der Arbeitssicherheit wird meist ein Bereich von 20Hz bis 8kHz angegeben.

Auditory system
Das menschliche Hörsystem, bestehend aus dem äußeren Ohr, dem Mittelohr, dem inneren Ohr, den Nervenpfaden und dem Gehirn.

Bass
Der untere Bereich der hörbaren Frequenzen. Der Begriff kommt aus der Musik.

Bel
Eine Einheit, die zur Definition der Stärke einer Leistung verwendet wird. Die Berechnung erfolgt als Bezug zu einem Basiswert und nutzt den 10er Logarithmus. Der Name kommt von Alexander Graham Bell (1847-1922). Da die bel- Werte zu groß sind, hat sich das Dezibel (0,1xbel) allgemein durchgesetzt.

Bewertung
Der von einem Gerät empfangene Schallpegel wird nach zwei wichtigen Kriterien „bewertet", das heißt der zeitliche Verlauf und die Frequenz des empfangenen Schalls werden in das Messergebnis eingerechnet. Siehe hierzu Frequenzbewertung und Zeitbewertung.

Beurteilungspegel
Dieser Wert ergibt sich, wenn zum Mittelungspegel noch Zuschläge für Ton- oder Impulshaltigkeit des Schalls addiert werden (siehe die entsprechenden Vorschriften)

Brechung
Die Möglichkeit einer Schallwelle, eine Barriere zu umgehen. Auf Grund der längeren Wellenlänge können tiefe Frequenzen solche „Absperrungen" leichter umgehen. Die Kante einer solchen Schallbarriere wirkt wie eine neue Schallquelle.

dB(A)
(oft nur dBA bezeichnet oder A-bewertetes dB genannt) - Das Ergebnis der Messung eines Schallpegelmessers mit einem aktiven A-bewerteten Filter- Netzwerk. Diese Bewertung entspricht in etwa dem Verhalten des menschlichen Ohres. Sie ist Bestandteil der Standards für Schallpegelmessungen.

Dämpfen
Den Pegel eines akustischen Signals reduzieren.

Dämpfung
Ein Prozess, bei dem die Amplitude von Schwingungen durch thermodynamische oder andere unumkehrbare Prozesse verringert wird. In der Akustik erfolgt sie meist durch Absorptionsmaterial.

Das Dezibel (dB)
Dies ist eine logarithmische Maßeinheit für den Schall, mit der es möglich wird, die großen Schwankungen des Druckes, die Schall sein können, in eine kleinere Skala zu bringen. Die Hörschwelle des Menschen, an der er gerade noch Schall wahrnimmt, liegt beim Druck von 20 Mikropascal (20x10 -5 Pa). Das wird mit 0 dB definiert und Pegel genannt. 1 Pa ist bereits sehr laut und entspricht 94 dB, während ein Ohren zerreißender Lärm von 200 Pa Druck 140 dB ergibt. Das heißt, man hat einen Druckbereich von 20x10 -5 Pa bis 200 Pa oder 1: 10.000.000 auf gerade mal 140 Einheiten reduziert. Allerdings muss man nun einige Regeln beachten, die sich aus der Logarithmen-rechnung ergeben. Während 1Pa +1 Pa = 2 Pa sind, ergeben 94 dB plus 94 dB 97 dB, da zwei gleiche Schallquellen zusammen immer 3 dB mehr als die einzelne haben . So ist 0 dB plus 0 dB = 3 dB.

Diffusion
Bei der Reflexion von Schall führen Oberflächen zu einer Verteilung des Schalls im Raum, die keine Richtung der Schallwellen mehr erkennen lässt.

DIN EN
Unter DIN werden die in Deutschland gültigen Standards verstanden (abgeleitet von "Deutsche Industrie Norm"). Eine DIN EN beruht auf der entsprechenden internationalen IEC- Norm. Sie hat die gleiche Nummer wie die entsprechende IEC und ist für Deutschland verbindlich.

Dosis
Ein umstrittener Wert. Gibt an, wie viel Prozent des zulässigen Schalls aufgetreten sind. Aber die Bezugsgrößen sind nicht klar definiert, damit hat der Wert Dosis an Bedeutung verloren. Geblieben ist der Begriff "Personen-Lärmdosimeter" (siehe IEC 6152), aber auch diese Geräte zeigen heute vorrangig den Mittelungspegel an. In Europa wird mit dem Lärm- Expositionspegel von 87 dB über 8 Stunden ein verbindlicher Wert festgelegt, der nicht überschritten werden darf. Diesen könnte man als 100% der Dosis bezeichnen, das ist aber nicht mehr üblich.

Echo
Reflektierter Schall, der als separater Schall wahrgenommen wird auf Grund des längeren Weges des reflektierten Schalls.

Frequenzbewertung
Verwendet werden die Begriffe A, C und jetzt auch Z. Da das Ohr tiefe Frequenzen schlechter hört als höhere, wurden in Schallpegelmessern Filter eingebaut, die den Frequenzverlauf des Ohres ungefähr simulieren. Diese Filter ergeben die "A"- Bewertung. So gemessene Werte werden entsprechend gekennzeichnet, nämlich dB(A). Die A-Bewertung zeigt nicht 1:1 die Gefährdung des Ohres, aber sie ist Vorschrift.
Bei der C- Bewertung werden nur sehr tiefe Frequenzen merklich unterdrückt. Sie wird zukünftig praktisch nur noch verwendet für die Messung des "Höchstwertes" (Peak) sowie zur groben Einschätzung des Anteils tiefer Frequenzen bei der Auswahl von Gehörschützern.
Z-Bewertung (von Zero= Null, d.h. keine Abweichung von der Linearität) wird mit der neuen Vorschrift IEC 61672 eingeführt. Sie ersetzt den bisher verwendeten Begriff "Linear", der nicht definiert war.

Fokussierung
Schall- Energie kann an konkaven Oberflächen zu einem Brennpunkt konzentriert reflektiert werden. Das entspricht der Reflexion, wie sie beim Licht bekannt ist.

Frequenz
Frequenz ist die Anzahl von kompletten Zyklen von Schwingungen pro Sekunde. Sie wird in Hz (Hertz) definiert. Üblich sind auch KHz für Kilohertz und MHZ für Megahertz.

Geschwindigkeit
Die Distanz in m, die in einer Zeit in s in einer festen Richtung überwunden wird.

Geräusch- Kriterium
Standard Spektrum Kurven, mit denen ein gemessener Schall durch eine entsprechende Nummer bezeichnet werden kann.

Hörverlust
Die Abweichung der Gehör- Empfindlichkeit einer Person bezogen auf den Standard für normales Hören.

Hörschwelle
Die gemessene Schwelle des Hörens bezogen auf einen Standardwert für normales Hören.

Hertz
Die Einheit der Frequenz. Das Symbol ist Hz. Sie bezeichnet die Anzahl der Schwingungen pro Sekunde. Benannt nach dem deutschen Physiker Heinrich Hertz.

Helmholtz - Resonator
Ein Helmholtz- Resonator besteht aus einem Luftvolumen in beliebiger Form, das einen zylindrischen engeren kurzen Hals mit einer Öffnung nach außen besitzt. Bekannt ist er z.B. als die Flasche, die angeblasen wird und einen Ton erzeugt. In vielen Schallkalibratoren wird ein solcher Resonator verwendet, um die Genauigkeit zu erhöhen. Benannt nach Hermann von Helmholtz, einem deutschen Physiker.

IEC
The International Electro-technical Commission. Mit IEC sind viele international gültige Standards bekannt, besonders in der Akustik. Obwohl die USA Vollmitglied der IEC sind, gelten die IEC Standards dort kaum. (Man nutzt dort die ANSI ). IEC- Standards werden von Experten aus den verschiedenen Bereichen erarbeitet. Sie beschreiben die Funktion eines Messgerätes, NICHT seine Anwendung. IEC-Standards für Akustik beginnen mit einer 6 (z.B. IEC 61672). IEC- Standards können im Internet erworben werden unter www.iec.ch

ISO
The International Organization for Standardisation. Die ISO entspricht der IEC, jedoch legt die ISO mehr Standards für die Messmethoden fest, nicht für Geräte. Sie können im Internet erworben werden unter www.iso.org
Index der Statistik (z.B. L10 , L50, L90) - Zeigt bei schwankenden Pegelwerten, wie die Verteilung der Pegelwerte ist. Dabei wird angegeben, welcher Pegelwert in einem Zeitabschnitt mit dem Index überschritten wird. Beispiel: Der Wert L10 = 94 dB sagt, dass in 10% der Zeit ein Pegel von 94 dB überschritten wurde. Der Wert L90 in gleicher Periode ist dann in jedem Fall geringer.

Klasse
(eines Schallpegelmessers) - DIN EN 61672 teilt Schallpegelmesser in zwei Klassen mit unterschiedlicher Genauigkeit ein. Dabei haben Geräte der Klasse 2 weitere Toleranzen als die der Klasse 1. Geräte der Klasse 1 werden oft auch als Präzisionsgeräte bezeichnet. In der Praxis sind Klasse 2 - Geräte aber für viele Messungen ausreichend.

Lärm
Lärm ist nichts anderes als störender Schall.

Lautstärke
Der Eindruck eines Beobachters von der Stärke eines einwirkenden Schalls. Zur Messung ist ein Schallpegelmesser nicht geeignet, es muss ein spezieller Lautstärkemesser verwendet werden.

Lautstärke- Pegel
Der Lautstärke- Pegel eines Geräusches wird durch den Schalldruckpegel gemessen. Dieser wird bezogen auf den Schalldruck eines reinen Tones spezifizierter Frequenz, die von Beobachtern als gleich laut empfunden wird.

Maskierung
Dieser Effekt tritt ein, wenn ein Geräusch durch ein anderes verdeckt wird. Es ist sehr wirkungsvoll, wenn die Frequenz des maskierenden Geräusches niedriger ist als das zu überdeckende. Gelegentlich wird die Verständlichkeit von Gesprächen in Büros verbessert, indem ein weißes Rauschen eingesetzt wird.

Maximaler Schallpegel
Der Lmax ist der höchste in einer Zeiteinheit oder einer Messung vorkommende Pegel, meist als LAFmax gemessen.

Membran
Eine Oberfläche, die durch den Einfluss von Schall schwingt oder die zum Schwingen angeregt wird, um Schall zu erzeugen. Anwendung in Mikrofonen oder Lautsprechern.

Membranabsorber
Dazu gehören Plattenresonatoren, bei denen eine dünne Platte vor einer festen Rückplatte befestigt ist. Durch die dahinter liegende Luftschicht, welche mitschwingt, wird Energie verbraucht. Die Effektivität hängt ab vom Verhältnis der beiden Platten und der Masse der festen Platte.

Mittelungspegel
Dieser wird auch äquivalenter Dauerschallpegel, kurz Leq genannt. Korrekter Begriff ist LAT. Der Wert gibt die durchschnittliche Schallenergie über den Zeitraum T wieder. Wenn der Momentanpegel ständig als Grafik aufgezeichnet würde, so wäre der Leq die unter der Kurve enthaltene Energie. Der Mittelungspegel ist in vielen Vorschriften als Grenzwert enthalten, z.B. darf in der EU in einem Betrieb niemand einem Mittelungspegel von mehr als 85 dB über 8 Stunden ausgesetzt sein. Mit dem Halbierungs- Parameter q=3, wie er in der EU Vorschrift ist, bedeutet eine Halbierung der Einwirkzeit die Möglichkeit, den Pegel um 3 dB zu erhöhen und umgekehrt. In einigen Ländern wird ein Pegel Lepd verwendet. Dieser ergibt sich durch "Hochrechnung auf 8 Stunden" aus einer Messung unter 8 Stunden, wobei vorausgesetzt wird, dass in der restlichen Zeit Ruhe herrscht.

Nachhall
Der Effekt, wenn Schall sich in einem Raum oder an einem Punkt aufbaut aus unterschiedlichen Reflexionen von den umgebenden reflektierenden Wänden, Decken und Fluren und weiter hörbar ist, nachdem das ursprüngliche Geräusch entfernt ist.

Nachhall- Kammer
Ein Raum mit harten Oberflächen, die zueinander nicht parallel sind. Dient zur Messung der Schallabsorption.

Nachhall-Zeit
Die Zeit, die für das Quadrat des Schalldruckes einer bestimmten Frequenz vergeht, wenn die Schallquelle abgeschaltet wird bis zu dem Zeitpunkt, wo nur noch ein Millionstel des ursprünglichen Schalldruckes anliegt. Ein Millionstel des Schalldruckes entspricht 60 dB. Sie wird meist bestimmt, indem der Abfall um 20 dB gemessen und dieser Wert dann mit 3 multipliziert wird. Möglich ist auch die Messung des Abfalls um 30 dB und Verdopplung des Wertes.

Natürliche Frequenz
Die Frequenz einer freien Schwingung.

Oktave
Das Verhältnis von 2:1 zwischen zwei Frequenzen. Der Begriff kommt aus der Musik.

Pegel
Das Verhältnis, ausgedrückt in dB von dem Wert einer gemessenen Einheit bezogen auf den Referenzwert.

Phon
Der Lautstärkepegel in Phon dient der Verknüpfung von empfundenen Lautstärken mit Pegelwerten. Zum Vergleich kann z.B. ein reiner Standard- Ton mit einer Frequenz von 1000 Hz direkt vor dem Hörer erzeugt werden. Ein quantitativer Vergleich ist aber nur bedingt möglich.

Poröser Absorber
Es wird genutzt, dass in den winzigen Poren des Materials der Schall die Luft bewegt und dadurch Energie in Wärme verwandelt wird.

Raumakustik
Angewandt in der Bauakustik um Lärm oder Schwingungen zu absorbieren und um akustische Fehler in Räumen durch zusätzliches Absorbtionsmaterial, Reflektoren oder andere Einrichtungen zu korrigieren, zu denen auch elektronische Systeme gehören können.

Raum-Resonanz
Es wird unterschieden zwischen axialen, tangentialen und schrägen Modellen. Das hängt jeweils von der Anzahl und Lage der in die Reflexion einbezogenen Wände ab. Die Effekte sind bei tiefen Frequenzen und in kleinen Räumen am höchsten.

Rauschen
Schall, der vom Empfänger unerwünscht ist. Auch unerwünschte elektrische Störungen werden oftmals mit Rauschen bezeichnet. Hier sollte man „elektrisches" dazu setzen, wenn es nicht selbstverständlich so ist.

Rauschgrenze
Das in der Elektronik eines Schallpegelmessers selbst erzeugte Geräusch, meist vom Mikrofon oder dem Vorverstärker kommend. Der Pegel dieses Geräusches ist der Wert, unter dem das Gerät für Messungen nicht geeignet ist.

Reflexion
Schallenergie, die nach einem Aufprall auf eine Oberfläche zurückkehrt anstatt durch Umwandlung in Wärme absorbiert zu werden.

Refraktion
Die Brechung von Schallwellen, welche sich durch verschiedene Medien mit unterschiedlicher Geschwindigkeit bewegen. Wichtig bei Schallverlauf um Kanten von Hindernissen.

Reiner Ton
Ein reiner Ton ist eine Sinuswelle mit nur einer Frequenz. Sie wird z.B. mit einer Stimmgabel oder auch im akustischen Kalibrator erzeugt

Resonanz
Die natürliche Schwingung eines Bereiches von Material oder eines Objektes mit besonderer Frequenz, die ausgelöst wird durch Schall mit gleicher Frequenz. Durch Resonanz können z.B. Glasscheiben brechen.

Rosa Rauschen
Ein Schall - Signal, dessen Spektralpegel pro Oktave um 3 dB geringer wird. Damit erhält das Geräusch gleiche Energie pro Oktave. Es wird für verschiedene Tests in der Akustik eingesetzt.

Sabine
Einheit der Schallabsorption, benannt nach W.C. Sabine, einem amerikanischen Physiker

Schall
Schall ist Druck, genauer schwankender Luftdruck in einem Bereich, den das Ohr aufnehmen kann. Die Einheit des Druckes ist das Pascal (Pa). Wenn Sie einen Lautsprecher ansehen, so können Sie feststellen, dass die Membran schwingt. Diese Schwingungen senden Schallwellen aus, die sich nach allen Richtungen ausbreiten und mit der Entfernung an Intensität verlieren. Das Ohr empfängt diese Schwingungen und wandelt sie in elektrische Impulse um, die vom Gehirn als Schall interpretiert werden.

Schall- Absorption
Dämpfung einer Schallwelle, wenn diese ein Medium vollständig oder teilweise passiert. Die Eigenschaft des Materials zur Absorption von Schallenergie.

Schall- Absorptions- Koeffizient
Wert wird bestimmt für Material bei bestimmten Frequenzen. Er ist die Differenz zur Schallreflexion unter diesen Bedingungen, d.h. er ist 1 minus den Reflexions- Koeffizient unter gleichen Bedingungen.

Schallausbreitung
Der Wellenprozess, wobei Schallenergie von einem Ort des Mediums zu einem anderen bewegt wird.

Schallausbreitungs- Koeffizient
Für eine vorgegebene Frequenz das Verhältnis der Schallenergie, die ausgestrahlt wird zu der, welche nach dem Passieren oder Umgehen von Medien an einem bestimmten Punkt ankommt.

Schalldruck
Schalldruck (p) ist die mittlere Veränderung des atmosphärischen Luftdruckes, verursacht durch den Schall. Die Einheit ist Pascal (Pa). Hinweis: Der Begriff kann durch Zusätze wie „momentan" „Maximum", „Peak" , ergänzt werden. Der quadratische Mittelwert des Schalldruckes wird manchmal bereits als „Schalldruck" bezeichnet.

Schalldruck -Pegel (SPL)
Der Schalldruckpegel eines Geräuschs in Dezibel entspricht dem 20-fachen des Logarithmus zur Basis 10 des Verhältnisses des Schalldrucks zum Referenzwert. Dieser beträgt 2x10-5 N/m2 oder 0,0002 Pa

Schall- Exposition
Das Zeit- Integral des Quadrates des Schalldruckes über ein bestimmtes Zeitintervall oder ein Ereignis. Die Einheit ist Pa2s und das Symbol ist EA.

Schall- Intensität
Schall-Intensität (I) ist die Schallleistung bezogen auf eine bestimmte Fläche. Angegeben in Watt pro Quadratmeter

Schall- Isolation
Die Ausbreitung des Schalls wird durch bestimmte Maßnahmen und Materialien verringert .

Schall-Kalibrator
Eine Schallquelle, die normaler Weise einen Ton von 1 kHz bei 94 dB (1Pa) abgibt. Mit dem Kalibrator können Messfehler von Schallpegelmessern erkannt und beseitigt werden können. Der deutsche Standard ist DIN EN 60942. Auf Grund der unterschiedlichen Mikrofone von Schallpegelmessern sollte möglichst immer ein Kalibrator vom Hersteller des Schallpegelmessers verwendet werden, es sei denn, entsprechende Korrekturfaktoren sind angegeben.

Schallleistung
Schallleistung (P) definiert die Schallenergie, die von einer Schallquelle erzeugt wird. Die Einheit ist Watt (W)

Schallleistungs- Pegel (PWL)
Der Schallleistungs- Pegel in dB einer Quelle ist das Zehnfache des Logarithmus zur Basis 10 vom Verhältnis des Schallleistung der gemessenen Quelle zur Referenz- Schallleistung. Falls nichts anderes angegeben wird, so ist die Referenzleistung 10-12W (=1pW)

Schallpegel
Das ist der Schalldruck, in Dezibel ausgegeben. In der Anzeige erscheint er als ständig wechselnde Zahl und sollte immer auch mit Frequenz -und Zeitbewertung angegeben werden, (z.B. LAF=54 dB)
(Als Formel: 20xlogWurzel aus Quadrat des momentan anliegenden Druckes p bezogen auf den Hörschwellendruck p0 = 20mikroPa)

Schallpegelmesser
Gerät für die Messung des frequenz- und zeitbewerteten Schalldruckpegels. Es besteht aus dem Mikrofon, dem Verstärker mit den Filtern für die Bewertung und einer Anzeige. Es hat definierte Eigenschaften und Anweisungen für die Aufstellung. Die Spezifikation ist vorgegeben im Standard DIN EN 61672 Teil 1. Es gibt drei grundsätzliche Arten von Schall- Messgeräten (die häufig in einem Gerät vereinigt sind):

(1) der konventionelle Schallpegelmesser, der den exponentiellen zeitbewerteten Schallpegel misst.
(2) der integrierende- mittelnde Schallpegelmesser, der Mittelwerte des Schallpegels misst.
(3) der integrierende Schallpegelmesser, der den Schallexpositionspegel misst.

Schallspektrum
Geräusche können nach ihrem Frequenzgehalt analysiert werden. Dazu kann das Geräusch in Frequenzgruppen aufgeteilt werden, wie Oktaven, Terzen oder noch schmalere Bänder, deren Schalldruckpegel dann gemessen wird.

Schalltoter Raum
Ein Raum, der zur Unterdrückung von Schallreflexionen entwickelt wurde. Er wird für akustische Messungen verwendet. Da in diesem Raum sehr geringe Schallreflexionen herrschen, kommt der Schall stets aus einer Richtung. Das wird z.B. Zur Bestimmung der Richtungsempfindlichkeit von Mikrofonen verwendet.

Schallwelle
Eine Störung in einem Medium, wobei Energie transportiert wird. Im allgemeinen ruft die Passage einer Schallwelle nur eine zeitweilige Verformung des Mediums hervor, so wie man es vergleichsweise bei Wasserwellen sehen kann.

Schall-Wirkpegel LAE
(auch SEL von Sound Exposure Level): Dies ist die Schall-Einwirkung als Logarithmus dargestellt. Der Leq ist der LAE geteilt durch die Zeit T. Der LAE stellt die "Menge" des Schalls dar. Sie kann über die Zeit nur zunehmen (oder konstant bleiben, wenn keine Schallquelle wirkt), im Gegensatz zum Leq, der über die Zeit auch sinken kann, wenn die Schall-Einwirkung sinkt. In der Praxis wird der LAE als der Wert verstanden, der sich ergibt, wenn man den Leq auf eine Wirkzeit von 1s umrechnet. (Halbierungsparameter q=3 s.o.) Ein Leq von 64 dB über 32 s ergäbe einen LAE von 79 dB.

Sinuswelle
Eine einzige Frequenzperiode mit harmonischem Verlauf, bestimmt von Frequenz und Amplitude. Formell eine mathematische Kurve, die eine Schwingung beschreibt.

Spitzenwertwert oder Peak
Wird oft mit dem Maximalen Pegel verwechselt, liegt jedoch in jedem Fall über diesem und stellt den tatsächlich aufgetretenen Höchstwert dar. Zur Erklärung: Die Zeitkonstante bei F - Bewertung beträgt 62,5 ms, die bei I noch immer 35 ms. Das heißt, dass sehr kurze Schallsprünge (z.B. ein Schuss oder ein Hammerschlag), die kürzere Zeit dauern, "verschliffen" werden. Für die Messung des Peaks darf die Zeitkonstante maximal 0,1 ms betragen! Ein kurzer Impuls wird daher als Peak leicht 20 dB höher gemessen, als mit I- oder gar F-Bewertung. Der C- bewertete Spitzenwert wird LCpeak genannt.

Stehende Welle
Eine Resonanzerscheinung in einem geschlossenen Raum, bei der Schallwellen, die sich in einer Richtung bewegen, mit solchen aus der entgegengesetzten Richtung kollidieren und eine stabile Situation erzeugen.

Takt-Maximal-Pegel
Ein nur in Deutschland im Umweltschutz benutzter Wert. Er dient zu einer über-energetischen Erfassung kurzer Schallereignisse (z.B. Aufschlag von Tennisbällen). Es wird der kurze Schallpegel erfasst und dann 5 Sekunden gehalten, als wäre der Pegel so lange wirksam gewesen. Wird dann ein Mittelungspegel gebildet, so liegt der Wert deutlich über dem, der nur der Schallenergie entspricht. Damit wurde eine Hilfsgröße für Belästigung durch derartige kurze Ereignisse gebildet.

Umgebungslärm
Hintergrund oder allgemeiner Schallpegel, typisch für bestimmte Orte, oft verwendet in Verbindung mit spezifischen Schallquellen. Meist wird dafür der Wert verwendet, der in mehr als 90% der Zeit überschritten wird. Dieser wird L90 genannt. Es gibt aber auch Fälle, in denen L95 oder L99 als Werte verwendet werden.

Wahrgenommener Schallpegel
Der wahrgenommene Schallpegel wird gemessen über den Schalldruckpegel eines Referenzgeräusches, das von Beobachtern als gleich laut bezeichnet wird. Der Bezugsschall liegt in der Bandbreite zwischen Terz- und Oktave um die 1000 Hz.

Weißes Rauschen
Zufalls- Schall mit einer völlig gleichmäßigen Verteilung von Frequenz und Energie. Es wird z.B. zum Test von Akustik- Einrichtungen verwendet. Der subjektive Eindruck ist, dass die Amplitude im Hörbereich mit steigender Frequenz steigt

Welle
Eine regelmäßige Veränderung eines elektrischen Signals oder akustischen Druckes.

Wellenlänge
Die Wellenlänge ist der Abstand zwischen zwei wiederkehrenden Punkten einer Welle. Sie ist abhängig von der Frequenz und der Geschwindigkeit als v=fλ

Zeitbewertung
International werden die Begriffe F, S und I verwendet. Ursprung ist die Zeit, als Schallpegelmesser noch mit Zeiger-Instrumenten ausgestattet waren. Die Zeiger der Instrumente "wackelten" bei wechselndem Schall bei jedem Hersteller anders und konnten nur schlecht abgelesen werden. Es wurden daher Dämpfungsglieder eingebaut und standardisiert und mit der S-Bewertung (1s) konnte am besten "normaler" Schall abgelesen werden. Allerdings werden kurze höhere Pegel verschliffen, die besser mit der Zeitbewertung F (0,125s) erfasst werden. Damit auch kurze Impulse abgelesen werden konnten, wurde die Bewertung "I" (für Impuls 35ms) eingeführt, bei der ein schneller Anstieg und ein längeres Halten durch die Elektronik ermöglicht wurden. Neuere Standards verwenden fast nur noch F-Bewertung, in Deutschland zusätzlich I.

Zeitweilige Schwellwertänderung (TTS)
Die Abweichung in Dezibel eines von einer Person gemessenen Hörpegels zu einem vorher empfangenen. Nach einem Zeitraum, in dem die Person höheren Schallpegeln nicht ausgesetzt ist, verschwindet diese Differenz.

Zufallsgeräusch
Ein Schallsignal, allgemein bei Messungen verwendet, das eine konstant sich ändernde Amplitude, Frequenz und Phase und eine gleichförmige Spektralverteilung der Energie hat. (Weißes, rosa und blaues Rauschen sind alles Zufallsgeräusche)

Zyklus
Die Folge von Veränderungen, welche während einer Periode wiederkehrender variabler Parameter stattfindet.